NOTFALL! AmStaff x AmBully XL Aron

  • Name: Aron
  • Rasse: American Staffordshire Terrier x American Bully XL
  • Geschlecht: Rüde
  • Kastrationsstatus: kastriert
  • Alter des Hundes: 6 Jahre
  • Geburtsdatum: 17.07.2019
  • Handicap: ja
  • Aufenthaltsort: Gnadenhof
  • PLZ und Ort: 61197 Florstadt

Auf dem Birkenhof seit: August 2025

Der stattliche Aron kam im Mai 2022 als Fundhund in das Tierheim Frankfurt und so können wir leider nichts über sein Vorleben sagen – warum niemand diesen tollen Hund vermisst, ist sehr verwunderlich.

Im Tierheim zeigt sich von Anfang an sehr lieb, offen und freundlich: er mag jeden Menschen, schmust gerne und ist sehr verspielt. Auch mit Artgenossen versteht sich der Hundemann gut… sofern diese weiblich sind. 😉 Auf andere Rüden kann er gerne verzichten.

Katzen mag Aron überhaupt nicht (wurde bereits im Tierheim getestet) und es dürfen daher keine Samtpfoten in seinem neuen Zuhause leben.

Aufgrund von Arons imposanter Gestalt und Kraft sollten im Haushalt lebende Kinder mindestens 15 Jahre alt sein.

Aron ist ein recht kräftiger Bursche. Dies muss man auch beim Gassigehen berücksichtigen. Wenn es raus geht, zieht er anfänglich ordentlich an der Leine, ist aber dann nach einer Weile gut zu halten.

Obwohl Aron ein wirklich freundlicher Hundebub ist, wäre es von Vorteil, wenn man sich bereits mit Hunden seiner Rasse auskennt. Wir würden ihn aber auch ambitionierten Hundeanfängern  anvertrauen. 😉

Aron ist ein neugieriger Hund, welcher die Welt erkunden möchte und der Menschen sucht, die Spaß daran haben, mit ihm Spaziergänge in der Natur zu unternehmen – vor allem wenn diese zu einem Gewässer führen. Er LIEBT es nämlich, im Wasser zu planschen. 🙂

Der nette Rüde beherrscht bereits einige Grundkommandos und fährt gerne im Auto mit. Er hält seinen Zwinger sauber, deshalb gehen wir davon aus, das er stubenrein ist.

Leider hat der liebe Aron rassebedingt einige medizinische Baustellen:

  • hochgradige Spondylose
  • leichte Hüftgelenkdysplasie
  • Coxarthrose (Hüftarthrose) und
  • hochgradige ED (Ellenbogendysplasie).

Deshalb geht Aron bei uns auf dem Birkenhof mit seinen Gassi-Gehern nur langsame und gemütliche Runden. Wir gehen früh am Morgen Gassi, wenn die Sonne noch nicht so hoch steht bzw. nicht scheint, da warmes Wetter ihn anstrengt. Wir achten auch darauf, immer ausreichend Wasser zum Trinken dabei zu haben.

Damit Aron schmerzfrei leben kann, bekommt er monatlich ein Schmerzmittel gespritzt und zudem täglich Gelenkzusätze in sein Futter. Aufgrund dieser gesundheitlichen Probleme sollte Aron in ein ebenerdiges Zuhause oder in ein Mehrfamilienhaus mit Aufzug umziehen.

Aron ist ein guter Hund und hätte ein liebevolles Zuhause so sehr verdient!

In den richtigen Händen wird sich der imposanter Rüde zu einem wunderbaren Hund entwickeln – wer gibt dem liebenswerten Aron die Chance auf ein hundegerechtes, fröhliches und sorgenfreies Leben?

Bei Interesse an Aron schreiben Sie uns bitte ein E-Mail. 
Vielen Dank.

NOTFALL! AmStaff x Border Collie Benni

  • Name: Benni
  • Rasse: American Staffordshire Terrier x Border Collie
  • Geschlecht: Rüde
  • Kastrationsstatus: (aktuell chemisch) kastriert
  • Alter des Hundes: 2 Jahre
  • Geburtsdatum: 10.03.2022
  • Handicap: nein
  • Größe: ca. 52 cm
  • Gewicht: 24 kg
  • Aufenthaltsort: Tierheim
  • PLZ und Ort: 82467 Garmisch-Partenkirchen

Im Tierheim seit: 23.11.2022

Update 19. Januar 2025:
Leider hat sich bislang noch kein ernsthafter Interessent für Benni gefunden… dabei wartet der nette Rüde nun schon seit über 2 Jahren sehnsüchtig auf ein eigenes Zuhause!

Benni ist ein kerngesundes Kraftpaket mit großem Bewegungsdrang. Er will arbeiten und Aufgaben haben. Er braucht dabei eine konsequente und liebevolle Betreuung.

Im Umgang mit anderen Hunden ist Benni außerhalb seines Territoriums sehr sozial und unterwürfig. Auf unseren Freiflächen ist er mit Hündinnen gut verträglich. Mit gleichgeschlechtlichen intakten Rüden dagegen eher weniger.

Da Benni ursprünglich aus Ungarn kommt, wurde ein Reiseprofil erstellt. Dieses war negativ.

Leider darf Benni aufgrund seines Staffordshire-Anteil in Bayern nicht vermittelt werden. Gesucht werden daher aktive sportliche Menschen, die Spaß daran hätten, sich viel und gerne mit diesem Prachtkerl zu beschäftigen und die in einem (Bundes-)Land leben, in dem Listenhunde erlaubt sind?

In Tirol sowie in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Brandenburg gibt es zum Beispiel keine Listenhunde, weil Experten der Meinung sind, dass das Verhalten des Hundehalters eine maßgebliche Rolle spielt. Die Erziehung des Hundes, die Haltungsform und die Sachkunde des Hundebesitzers sind von großer Bedeutung. Schade, dass sich das noch nicht bis Bayern herumgesprochen hat!

Fundiertes Hundetraining und verantwortungsvolle Haltung sind generell entscheidend für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Hund.

Hundetrainerin und Dozentin (ATN) Brigitte Zwengel wird Benni in seinem neuen Zuhause gerne unterstützen mit 5 kostenlosen Einzelstunden (vor Ort oder als Online-Coaching), damit der Neustart gut gelingt. Wir danken Brigitte Zwengel sehr dafür!

Ebenso danken wir herzlich Bennis Trainerin Katharina Daisenberger hier bei uns vor Ort. Katharina ist Medical Coach und Benni liebt es, wenn Katharina zu ihm kommt und ihm Beschäftigung und Aufmerksamkeit widmet. Katharina steht ebenfalls mit ihrem Know-How und weiterer Unterstützung gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf jeden „Hundemenschen“, der unserem Benni ein Zuhause schenken will. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns zu den Telefonzeiten an (siehe Kontaktdaten ganz unten). Wir geben gerne Auskunft zu Benni und den Möglichkeiten eines Kennenlernens.

26. März 2023:
Der aufgeweckte Rüde wurde uns mit zwei weiteren Hunden sowie 11 Katzen, die auch in dem Haushalt lebten, übereignet, da die Familie aufgrund Krankheit ihr Haus in Ungarn aufgeben musste und ohne Wohnsitz zurück nach Deutschland kam.

Bei der Übergabe allerdings wurden wir mehr oder minder vom Zustand der Tiere geschockt: die Hunde und auch Katzen waren viel zu dünn und hatten allesamt Flöhe und Darmparasiten, die langwierig behandelt werden mussten. Vor allem die Katzen waren mit Kot und Urin getränkt, da sie seit mehreren Tagen eingepfercht in einer Box saßen. 

Benni wohnte mit seinem Freund Flo (mittlerweile vermittelt) in einem Zimmer, in dem die beiden auch ausgelassen tobten. Trotz seiner Jugend war es jedoch Benni, der gerne mal den größeren Flo einschränkte, wenn es z.B. um Sichtkontakte anderer Hunde ging oder auch bei Futter. 

Der junge Mann zeigt sich freundlich bis überschwänglich bei Menschen. Auch zu Katzen hatte er wohl Kontakt. Sollte er ihnen gegenüber aber genauso stürmisch sein, wie wir ihn kennengelernt haben, sollten es erfahrene Katzen sein.

Sicher ist, dass Benni ein kleines Kraftpaket ist, das unbedingt vom Kopf her ausgelastet werden möchte. Auch sein Bewegungsdrang ist nicht zu unterschätzen.

Benni ist mit seinem Staffordshire-Anteil in Bayern ein Listenhund der Kategorie 1 und darf somit hier nicht vermittelt werden. Eine Haltung dieser Rasse ist unter anderem in Österreich, einigen Kantonen der Schweiz und in mehreren Bundesländern Deutschlands erlaubt.

Bitte beachten Sie, dass Vermittlungsgespräche generell einer verbindlichen TERMINVEREINBARUNG bedürfen. Vielen Dank!

AmStaff-Mix Pablo

  • Name: Pablo
  • Rasse: American Staffordshire x American Pitbull Terrier
  • Geschlecht: Rüde
  • Kastrationsstatus: kastriert
  • Alter des Hundes: ca. 4 Jahre
  • Geburtsdatum: ca. 2021
  • Handicap: nein
  • Größe: 54 cm
  • Gewicht: 25,9 kg
  • Aufenthaltsort: Tierheim
  • PLZ und Ort: 20537 Hamburg

Im Tierheim seit: 23.03.2024

Pablo wurde ursprünglich wegen seiner Rasse in Hamburg sichergestellt.

Nach einem bestandenen Wesenstest konnte er erfolgreich vermittelt werden, kam aber leider bereits nach drei Wochen wieder zu uns ins Tierheim zurück, da er sozialmotivierte Aggression gegen seinem Halter und der Hündin der Freundin zeigte.

Dieses Verhalten wurde nur in der Wohnung, in einem ihm vertrauten Rahmen, gezeigt. Hierbei fing Pablo an, zuerst die Hündin der Freundin in ihrem anzugreifen, kurz darauf wurde der Halter im Beisein der Freundin mehrfach angegriffen…. Außerhalb der Wohnung zeigte sich Pablo kooperativ und freundlich.

„Sozial motiviertes Aggressionsverhalten“ bedeutet, dass der Hund sich einen Menschen als SEINEN Menschen aussucht und diesen mehr oder weniger vehement vor allen anderen abschirmt. Hier bedarf es eines klaren Auftretens gegenüber dem Hund, Management, Nutzen eines Maulkorbs und intensives Training, damit der Alltag für alle entspannt bleibt.

Bei fremden Menschen tritt Pablo sehr unsicher auf und neigt in engen Situationen auch zum Schnappen.

Mit unseren Gassigängern zeigt sich Pablo stets von seiner kuscheligen Seite. Er liebt Schmuseeinheiten, macht gerne größere Ausflüge mit und ist hier sowohl auf den Ausflügen als auch in einer Gruppe mit mehreren Hunden freundlich und spielbegeistert, wie man hier sehen kann:  VIDEO

Pablo kann ein toller Begleiter werden, wenn man seine Themen wirklich ernst nimmt und mit ihm daran arbeitet.

Pablo in aller Kürze:

  • freundlich zu Bezugspersonen, unsicher bei Fremden
  • guter Grundgehorsam
  • kennt es, im Auto mitzufahren
  • verträglich mit Hündinnen
  • wird nicht zu Kindern und nicht nach Hamburg vermittelt
  • Vorerfahrung erforderlich
  • HTV-Nummer: 172_S_24 / Hundesozialstation

Bei Interesse melden Sie sich gerne mit ihrer ausgefüllten Selbstauskunft unter der im Kontakt genannten eMail-Adresse.
30.09.2024 (mst)

Spanien! AmStaff-Mix Nash

  • Name: Nash
  • Rasse: American Staffordshire Terrier-Mix
  • Gesschlecht: Rüde
  • Kastrationsstatus: kastriert
  • Alter des Hundes: ca. 3 Jahre
  • Geburtsdatum: ca. 2021
  • Handicap: nein
  • Größe: ca. 55 cm
  • Gewicht: 22 kg
  • Aufenthaltsort: Tierheim
  • PLZ und Ort: 03669 Romana (Alicante/Spanien)

Im Tierheim seit: Mitte 2023

Nash wurde aus der Tötung gerettet und ist jetzt bei uns im Tierheim.

Der junge Rüde ist alters- und rasse-entsprechend noch sehr aktiv und verspielt. Er liebt es z.B. mit Bällen zu spielen. 

Nash mag Menschen, geht freundlich auf sie zu und kann auch gerne zu einer liebevollen Familie mit Kindern vermittelt werden.

Mit Hündinnen ist Nash gut verträglich, Rüden gegenüber tritt er ein bisschen dominant auf. Für Katzen ist er nicht geeignet. 

Nash ist negativ auf Mittelmeerkrankheiten getestet und ist nicht nur gechipt, sondern hat auch alle notwendigen Impfungen, um ganz schnell sein Köfferchen zu packen und in sein neues Zuhause zu reisen. 

Aufgrund seiner Rassemischung gehört Nash leider zu dem Listenhunden und darf daher nicht nach Deutschland einreisen. Vielleicht finden sich aber Rasse-Freunde in einem Land,  in dem der Import eines AmStaff-Mischlings erlaubt ist.

Bei Sprachproblemen hilft Ihnen gerne eine deutsche Vermittlungshelferin weiter.

AmStaff Finnigan

  • Name: Finnigan
  • Rasse: American Staffordshire Terrier
  • Geschlecht: Rüde
  • Kastrationsstatus: unkastriert
  • Alter des Hundes: 5 Jahre
  • Geburtsdatum: 27.12.2019
  • Handicap: nein
  • Größe: ca. 52 cm
  • Gewicht: 26 kg
  • Aufenthaltsort: Tierheim
  • PLZ und Ort: 25335 Elmshorn

Im Tierheim seit: 30.01.2022

Finnigan wurde unbedacht und ohne ihn näher kennenzulernen von privat durch seine letzten Kurzzeithalter gekauft. Alle „red flags“ beim Kauf wurden ignoriert.

Nachdem der Rüde nun (evtl. nicht zum ersten Mal) sein gewohntes Umfeld verloren hatte, wurde er direkt mit nach Hause genommen, wo es unter anderem ein Kind gab, welches der Hund noch nie gesehen, geschweige denn kennengelernt hatte. Obwohl Finnigan zwischendurch deutliche Warnzeichen gegenüber dem Kind zeigte (Knurren und Zähnezeigen), wurde der Kontakt zwischen den beiden nicht durch die Erwachsenen kontrolliert… so kam es dazu, dass Finnigan schließlich versuchte, dem Kind ins Gesicht zu schnappen/beißen, was zum Glück noch glimpflich und ohne ernstere Verletzungen ausgegangen ist.

Danach kam Finnigan über die Behörden als Sicherstellung zu uns ins Tierheim. Nach einigem Hin und Her wurde er nach vier Monaten durch die Behörde zur Vermittlung freigegeben und wurde NICHT als Gefahrenhund eingestuft, wird aber dennoch außerhalb unseres Geländes und in bestimmten Situationen mit Maulkorb abgesichert.

Finnigan ist im Tierheim gegenüber bekannten Erwachsenen freundlich und aufgeschlossen, dies konnte anfangs aber in unentspannten oder eingeengten Situationen und bei erhöhtem Stresslevel in aggressives Verhalten gegen den Menschen kippen. Dies hat sich seit seiner Ankunftszeit uns gegenüber gelegt. Bei uns Pflegerinnen und seinen Gassigängern zeigt er ein fröhlich-freundliches Verhalten und hat ein sehr großes Anlehnungsbedürfnis mit viel Schmusen und Körperkontakt.

Bei fremden Personen reagiert Finnigan in der Regel ebenfalls freundlich und offen, es gibt aber immer mal vereinzelt Leute, bei denen er Leinenaggression zeigt. Hier kommt es sehr auf Situation, Stimmung und die beteiligten Leute an. Zur Sicherheit trägt er daher beim Kennenlernen einen Maulkorb und der Kontakt zu neuen Leuten wird immer kontrolliert.

Finnigan testet auf seine eigene Art und Weise, wie sein Gegenüber tickt. Lässt man sich zu sehr von ihm bedrängen, anspringen und z.B. auf das von ihm geforderte Spiel zu stark ein, anstatt wieder Ruhe in die Situation zu bringen, fährt sich Finni unnötig hoch und nimmt einen nicht mehr wirklich ernst. Leute, die dann zu emotional/forsch reagieren und in einen lauten und barschen Befehlston verfallen, treiben dann noch seinen Stresslevel zusätzlich hoch, so dass seine Frustrationstoleranz erreicht werden und er wieder in alte Muster verfallen könnte, so dass die Situation eskaliert.

Wir suchen Menschen, die Finnigan vorausschauend mit ruhiger Sicherheit durch den Alltag lenken können und auch mal (zumindest für den Moment) gelassen damit umgehen, wenn er einem ab und zu in seiner rotzigen Art die kalte Schulter zeigt statt „zu parieren“. Auf lange Sicht lässt sich Finni nämlich gut (um)lenken. Ein paar Regeln, ein paar Grenzen und viel Lob, dann sieht man ihm förmlich an, wie bemüht er ist, seinen Menschen zu verstehen und im Team mit ihm zu arbeiten. Je besser das Zusammenspiel zwischen Mensch und Finnigan, desto ausgeglichener und gelassener wird er, wie er beim Training mit unserer Hundetrainerin beweist.

Für souveräne, hundeerfahrene Menschen mit viel Geduld, guten Nerven, Gelassenheit und einer gehörigen Portion Humor ist Finnigan durchaus keine unüberwindbare Herausforderung.

Beim Gassigehen zeigt Finnigan eine gute Leinenführigkeit – zumindest wenn er entspannt ist und nicht zu viele Trigger von außen auf ihn einprasseln, so dass ein sehr angenehmer gemeinsamer Spaziergang möglich ist. Ist er aufgeregt oder unausgelastet, kann Finni aber auch stark an der Leine ziehen – dies ist sehr tagesformabhängig und situationsbedingt.

Bei Aufregung zeigt Finnigan zudem leichte Tendenzen, auf Bewegungsreize (wie Fahrräder, nah vorbeifahrende Autos etc.) zu reagieren, indem er sie ein paar Sekunden zu lang ins Visier nimmt. Schwieriger ist es für ihn, gesittet an einer Kombi aus akustischen Reizen und Bewegung vorbeizugehen, wenn z. B. schreiende, spielende Kinder in der Nähe sind, Ball spielen usw. Hier muss man besondere Vorsicht walten lassen.

Begegnen Finnigan unterwegs Artgenossen, kann er nach kurzem Fixieren entspannt weitergehen, wenn sein Gegenüber locker bleibt und auch sein Mensch nicht unnötig mit straffer Leine oder scharfem, lautem Gerede für Anspannung sorgt. Schwieriger fällt es ihm, wenn der andere ein Leinenpöbler ist oder er schon durch vorhergehende Reize zu gestresst ist.

Beim Kennenlernen von netten Hündinnen hat sich Finnigan bisher grundsätzlich verträglich gezeigt und gibt sich Mühe, sie zu umwerben. Allerdings kann er auch einer Hündin gegenüber kurz garstig werden. wenn er in zu wildem Spiel mal einen Kneifer abbekommt. Ein tägliches Zusammenleben wäre mit einer souveränen Hündin, die sein Verhalten positiv beeinflussen würde, wohl gut möglich – hier kommt es auf den individuellen Fall an.

Bei Rüden entscheidet die Sympathie. Wir gehen aktuell nicht von einer Vermittlung zu einem schon vorhandenen Rüden aus, möchten es jedoch derzeit auch nicht 100%ig ausschließen. Beim Gassigehen hatte Finni auch schon öfters Begleitung von anderen Rüden, die er in Ordnung fand.

Informationen, wie gut es mit dem Alleinebleiben in seinem Vorleben geklappt hat, haben wir leider nicht. Im Tierheim legt sich Finnigan einfach schlafen, wenn wir nicht in der Nähe sind und verhält sich ruhig, wenn er (soweit im Tierheim möglich) ausgelastet ist. Vermutlich hat Finni damit also weniger Probleme, wenn er genügend Zeit zur Eingewöhnung hat und sich wohl und sicher fühlt. Es sollte im neuen Zuhause aber einen Plan B geben, sollte es mit dem Alleinsein nicht gleich so klappen, wie man es sich wünscht.

Finnigan ist bei uns bisher sehr stubenrein. Außerdem fährt er im Auto gut und unproblematisch mit.

Finnigans blaue Fellfarbe ist, da optisch in der Regel als sehr schön und besonders empfunden, leider eine fragwürdige Modeerscheinung geworden. Sie ist bei dieser Rasse nicht natürlich, sondern eine Farbmutation. In den letzten Jahren werden massenweise Hunde der Farbe „blue-line“ bewusst produziert. Dabei wird in Kauf genommen, dass Hunde dieser Farbe im Vergleich zu anderen Hunden öfter unter Hautproblemen/Allergien und anderen Krankheiten leiden (Stichwort „Dilution Gen“) und sie werden munter weiter vermehrt, da die Nachfrage so groß ist.

Tatsächlich zeigt Finnigan in den letzten Monaten vermehrten Juckzreiz und dünneres Fell an den Ohrmuscheln. Wir testen aktuell auf Futtermittelunverträglichkeit mittels Ausschlussverfahren, befürchten aber eher einen direkten Zusammenhang mit der Farbmutation (siehe CDA / CMA / Farbmutationsalopezie). Auch Finnigans Stressanfälligkeit könnte mit der Farbmutation zusammenhängen, da auch vermehrt Symptome dieser Art bei blue-line-Hunden dokumentiert werden.

Zu Kindern vermitteln wir Finnigan nicht. Seine geringe Frustrationstoleranz und Kleinkinder sind eine gefährliche Mischung, wie Finnigans Vorgeschichte zeigt. Katzen oder andere Kleintiere, die direkten Kontakt zu ihm haben müssten, sollte es im neuen Zuhause auch nicht geben.

Als neue Halter:innen suchen wir Menschen, die Finnigan gerecht werden und sich der Verantwortung bewusst sind, 1. ihn so zu fördern, dass seine kleinen Baustellen im Verhalten möglichst verschwinden und er immer so abgesichert ist, dass keine Unfälle passieren und 2. mit einem Hund einer Rasse, die vielerorts „nicht erwünscht“ ist, in der Öffentlichkeit so aufzutreten, dass sie dabei ein positives Bild hinterlassen.

Und wir erwarten ein Grundverständnis, was die gesetzliche Lage zu American Staffordshire Terriern & Co. inner- und außerhalb Deutschlands betrifft.

Eine Vermittlung von Finnigan findet nur in die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern statt.

Schreiben Sie uns bei Interesse gerne eine E-Mail mit Ihrer Rufnummer und einer kleinen Beschreibung zu sich selbst. Alternativ erreichen Sie uns telefonisch unter der im Kontakt angegebenen Rufnummer.